Viel interessanter oder eigentlich erschreckender ist der Hintergrund der Geschichte. In Österreich gibt es sie noch nicht sehr lange - die mancherorts beliebten Powertrails. Seitdem Seattle die Richtlinien hinsichtlich Power Trails fallen gelassen hat, keimen sie schön vor sich hin. Einmal tauchen 40 Dosen da auf, dann mal 10 dort (ist das schon ein Powertrail?), ein paar sehr bemühte CO legen sogar mal 100 oder 200 Dosen in die Gegend. Das ist eine feine Sache für den Punktegeier. Und für manch andere Geocacher manchmal sogar eine Qual.
Diese Situation sehe ich nunmehr viel gelassener, seitdem mir bekannt ist, dass es Geocacher gibt, die in den USA Powertrails legen und dabei nicht 200 oder 500 Dosen auslegen, sondern gleich 1000 und noch ein paar. Dummerweise sind die "land manager" auf so einen Powertrail aufmerksam geworden - warum wohl? Nachdem die Amerikaner bekanntlich mit Behörden nicht allzugerne konfrontiert werden und die "land manager" die Geocaches entfernt wissen wollten, musste Groundspeak einen Weg finden die 1000 und noch ein paar Listings in die Mülltonne zu treten.
Dafür wird eben kein script programmiert, sondern die Reviewer zu einer Archive Party eingeladen. Lustig wars und die 1000 und noch ein paar Listings waren in weniger als 30 Minuten Geschichte. Es soll auch Reviewer gegeben haben, die so etwas ähnliches wie Genugtuung oder Genuss bei diesem Exzess empfunden haben. Nett ist auch der Hinweis an den Owner in den 1000 und noch ein paar archived logs (armer Mailserver), dass er für die Entfernung der physischen Dosen verantwortlich sei und dass er dabei vorsichtig fahren möge ... ;)
Doch eigentlich geht es wie gesagt um den Powertrail. Jene die sich von powertrails umzingelt glauben und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, wissen offensichtlich noch nicht, dass sie sich eigentlich auf einer Insel der Seeligen befinden - zumindest noch.Danke für's Lesen! Tafari