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„Bitte zwei große und fünf kleine PETlinge und 100 Gramm Schraubverschlüsse!“
“Welche Farbe für die Verschlüsse? Gelb, rot oder goldfarben?”
“Äh, gelb ist gut. Oder lieber golden, das ist unauffälliger.“
“OK. Kommt noch was dazu?”
„Oh, diese Coins sehen auch schön aus, kann ich diese hier mal sehen? Ich meine auch anfassen?“
“Na klar.” Öffnet den gläsernen Schaukasten mit einem Schüssel und holt eine sehr aufwändig gemachte Coin heraus.
„Wow, die sieht ja echt klasse aus! Ist die trackable auf GC.com?”
“Ja, sie ist auch trackable. Hier steht die Tracknummer und da muss sie aktiviert werden.”
„OK. Die nehme ich noch dazu“.
“ OK. Vielleicht noch einen Kaffee oder eine Bionade?”
„Oh ja, gerne. Die trinke ich gleich hier. Ach, und da ist ja noch ein Cacher, den ich kenne.“
So ähnlich könnte es zukünftig ablaufen beim Cache-Kontor, dem neuen Mieter im Kampany-Ladengeschäft – mitten im zentral gelegenen Szeneviertel Schanze unweit des S-Bahnhofs Sternschanze und der Hamburger Messehallen. Am 6. März 2010 lud Schamanu, im richtigen Leben heißt er Manuel, zur Eröffnung ein. Etliche Geocacher und Freunde – manche sogar beides - waren gekommen, um das zu feiern. Es gab Sekt, Kaffee und Knabberzeugs, der Laden war dekoriert mit bunten Luftballons.
| Schamanu (braune Jacke) mittenmang | Kreative Büroklammern |
Schamanu, diesen Cacher-Namen hatte ich vorher noch nicht oft gehört. Aber er liebt das Cachen, das ist deutlich, wenn er davon erzählt: Bislang hat er 309 Caches gefunden. Er hat keine regelrechten Favoriten beim Cachen. Alles ist von der Tagesform und Laune abhängig. Mal macht ihm ein ruhiger Sonntags-Waldmulti Spaß, mal eine Jagd nach Mikrodosen in urbanem Umfeld, mal schlägt sich Manuel eine Nacht mit Tante Google um die Ohren, wenn er sich in einen Mystery verbissen hat. Sein letztes Cache-Highlight war der LPC TRO HA (GC20FCY), ein urbaner Lost Place.
Weil der seit einigen Jahren in Hamburg lebende Norddeutsche so gerne cacht, war das für ihn Grund genug, Geocaching in ein Ladenkonzept zu integrieren. Sein Arbeitgeber hat ihm und anderen einen ungenutzten Raum der Firma überlassen und dort hat die Geschäfts-WG nun ein Ladengeschäft namens „Kampany“ eröffnet. Der Name passt, denn der Laden befindet sich in der Kampstraße
| Blick in den vorderen Teil des Raums | Muni-Kiste mit Schraubverschlüssen |
Wie muss man sich das nun vorstellen? Der Laden insgesamt ist als „Raum für gute Ideen“ gedacht. Zu sehen gibt’s viel Ungewöhnliches von verschiedenen Firmen, die alle jeweils einen kleinen Fleck innerhalb des großen Raums nutzen, um ihre Produkte zu zeigen. Wirkt manchmal wie eine Kunstausstellung, aber: Alles kann man kaufen. Klar, auf den ersten Blick wirkt es natürlich seltsam, und vielleicht passt die Seife nicht zur Munikiste, die Munikiste nicht zum Teddybär, der Teddybär nicht zur Espressomaschine, aber gerade diese Kombination an Angeboten wirkt spannend, bunt und kreativ. Als Momentaufnahme bei der Eröffnung gab es zum Beispiel diesen Waren-Cocktail: Designer-Möbel, Kerzen, Kinderlöffel, Mini-Locher, Espressomaschinen, Seifen, exotische Kaffeesorten, Teddybären, Schmuck und: das Cache-Kontor.
Und was kann der geneigte Geocacher im Cache-Kontor kaufen? Sooo viel ist es noch nicht, aber das Angebot wird Schritt für Schritt nach Cacher-Bedarf und -wünschen erweitert werden, sagt Manuel. Ich sah zumindest schon mal ein Sortiment an Lock&Lock-Dosen, Munitionskisten, PETlingen und Mageneten unterschiedlicher Größe, Schraubdeckel, Aufkleber und Coins. Auch GPS-Geräte oder Karten sind denkbar, wobei hier die Preise stark schwanken, der Preisverfall bei elektronischen Geräten ist rapide. Auch ein Cache-Flohmarkt für gebrauchte Geräte ist angedacht.
Die Coins werden in zwei Glasschaukästen präsentiert. Bei der Eröffnung waren schon einige besondere Coins dabei. Schamanu hat Coins von Ernie’S (Schweiz), Sepp&Berta (Deutschland), Landscharkz (Kanada) und Groundspeak (USA) im Angebot.
Da ich mich fragte, ob es denn nicht schon genug Cache-Läden oder Geocaching-Shops gibt, wollte ich wissen, was Manuel dazu sagt. Denn mal ehrlich: Man kann die meisten Dinge auch online bestellen oder in gut sortierten Baumärkten bekommen. Das weiß Manuel auch. Sein Argument: „Mal eben 2 PETlinge oder eine Coin bestellen, dafür sind die Versandkosten doch ziemlich hoch. Diese Dinge kann man – ohne Versandkosten - im Cache-Kontor kaufen.“ Und weiter: “Es ist wichtig, dass man Sachen begreifen, anfassen, kombinieren und ausprobieren kann, zum Beispiel den PETling mit passendem Magneten im Deckel.” Das Cache-Kontor ist ein realer Laden und keine virtuelle Einkaufswelt. Dennoch: Für Ladenmuffel baut das Cache-Kontor gerade einen Online-Shop (www.cache-kontor.de).
Nur die Ersparnis von Versandkosten ist allein natürlich kein Grund, einen Laden öfters zu besuchen. Was die Sache für Geocacher interessanter macht: Hier gibt es auch die Gelegenheit für ein Dauer-Event unter Gleichgesinnten. Denn man kann sich hier auch für einen gemütlichen Plausch hinsetzen, Alkoholfreies trinken oder einen Kaffee schlürfen. Manuel: „So kann sich das Cache-Kontor zu einem Treffpunkt für Cacher entwickeln, man kauft kurz was ein, trifft sich für eine Cache-Tour oder stöbert auch mal im anderen Angebot der WG-Bewohner. Ich muss ja nicht von dem Cache-Utensilien-Verkauf leben. Für mich ist es ein schöner Nebenjob, mit dem ich Hobby und Beruf optimal verbinden kann.“ Indes: Die Cacher müssten dann schon Rentner oder Studenten sein: Denn die Öffnungszeiten (Mo-Mi 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr, Fr 9-15 Uhr) sind für die werktätige Bevölkerung dann doch eher so gestaltet, dass man die Ladenfenster nur von außen betrachten kann. Immerhin: Es gibt einen „langen“ Tag, den Donnerstag, an dem man bis 19 Uhr kommen kann. Und: Die zentrale Lage dürfte von Vorteil sein – und sicher auch die Bekanntheit des Szeneviertels an sich. Wer gerade hier dosensuchend unterwegs ist, kann man übrigens auch sehen: Auf dem überdimensionalen Logbuchstreifen im Laden stehen schon ein paar bekannte Namen. Die Kords sind: N53° 33.668 E009° 58.011 oder Kampstraße 15 in HH-Sankt Pauli.
Noch 6 Tage bis zur Lauf-Kreuzfahrt in der Karibik. Ich bin schon aufgeregt und freue mich, dem Winter in Berlin etwas zu entkommen. Immerhin eine Auszeit von 8 Tagen kann ich ihm abringen. Am kommenden Samstag (13. März 2010) fliege ich von Berlin nach Madrid, dann weiter nach San Juan in Puerto Rico. Dort wartet dann unser riesen Lauf-Kreuzfahrtschiff, das von Rundays.com zur Lauf-Reise ausgewählt wurde.

Unser Riesenschiff
Gelaufen werden jeden Tag 5-10 Kilometer, immer auf verschiedenen Inseln: Jungferninseln, Dominica, Barbados, St. Lucia, St. Kitts, St. Maarten. Gestern bin ich am Teltowkanal nochmal 15 km mit einem 5er-Pace gelaufen. Meine Kondition könnte besser sein. Egal, bei diesem Winter war eben nicht mehr drin – Berlin ist ja gerade mal eine Woche schneefrei.

Reiseroute der Lauf-Kreuzfahrt
So, nächsten Sonntag bin ich in San Juan und werde meinen ersten Lauf absolvieren. Gerade hat es noch -4° Celsius draußen, dort sollen es bis zu 30° Celsius werden. Ich bin schon mal gespannt, wie mein Körper diesen Klimawechsel verkraftet. Auf dem Schiff gibt es WLAN. Ich werde mein kleines weißes mitnehmen und versuchen, meine Strecken vom Schiff aus hoch laden. Wen es interessiert, der kann ab dem 14. März mal unter meiner Laufstrecken-Sammlung nachschauen.
Google schenkt mir ein Nexus One
Ich war sehr überrascht und konnte es gar nicht glauben, als ich am letzten Mittwoch eine Mail von Google empfang und mir ein Nexus One versprochen wurde. Als Grund wurde meine selbst entwickelte GPSies Android App angegeben, die seit fast einem Jahr im erfolgreich Google Markt kostenlos zum download bereitsteht. Google verschenkt über das Android Market Device Seeding Program jedem Entwickler ein Google-Phone, dessen App mindestens 5.000 mal herunter geladen wurde und mehr als 3.5 Bewertungssterne aufzuweisen hat. GPSies für Android wurde fast 11.000 mal herunter geladen und hat mehr als 4 Sterne – da bin ich also voll im Soll ;-)
Zwischendurch dachte ich, dass das ein Witz ist und ich darauf reingefallen bin. Nach Recherchen wurden jedoch meine Zweifel ausgeräumt. Gestern Abend kam die Bestätigung, dass mein neues Nexus in 2-4 Wochen ausgeliefert wird. Ich sage schon mal: Danke Google!
Das hat mich sogleich angespornt, die App weiter zu entwickeln. Die neue Beta ist schon fertig und bisher nur auf meinem G1 installiert. Ich werde sie in der Karibik testen und wenn ich wieder zurück bin in den Google Market einstellen. Wer Lust hat, kann die neue Version gerne testen und bei mir per Mail anfragen, ich sende sie dann zu.
Neue Funktionen:
GPSies für Android wurde vor ein paar Wochen von Softonic getestet und ebenfalls mit 4 Sternen bewertet.
Ich bin übrigens immer noch davon überzeugt, dass sich die Android-Smartphones im Markt durchsetzen und ein gleichwertiges Gegengewicht zum iPhone von Apple werden. Strong buy :-)!

Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast... (Winston Churchill)
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit (Sören Aabye Kirkegaard)
Und zu guter letzt... wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden?
Gestern las ich einen Artikel des Blogs von MTBguru über ein Anwendungsbeispiel der Google Fusion Tables, mittels dem man riesige Mengen an Geo-Daten visualisieren kann.
Ich habe es natürlich gleich für einige GPSies-Strecken an Berlins populären Outdoor-Orten ausprobiert und bin völlig von den Socken! Schade dass GPSies nur ein Hobby ist ;-)
Laufstrecken im Berliner Grunewald (Auswahl: ca. 400 Strecken, Großansicht)
Kommentar: Hier erkennt man deutlich die Läufer-Autobahn am Schlachtensee.
Mountainbike-Strecken im Berliner Grunewald (Auswahl: ca. 110 Strecken, Großansicht)
Kommentar: Die Mountainbiker fahren offensichtlich nicht immer auf den Wegen. Deutlicher Unterschied zu Lauf-Strecken im Grunewald.
Laufstrecken im Berliner Tiergarten (Auswahl: ca. 160 Strecken, Großansicht)
Kommentar: Die Läufer laufen auch hier auf “Autobahnen” und meiden kleine Wege.
Eines vorweg ;-)
Wer oder was steckt dahinter?
Google natürlich. Wie immer. Google stellt mit den Fusion Tables einen Speicherplatz und Technologie zur Verfügung, die man ohne ein kleines Rechenzentrum und ohne einem Geoinformatiker (oder einem Klon von mir ;-)) mal eben nicht so nachbauen kann. Ich hatte mir schon oft die Frage gestellt, wie ich denn alle Strecken von GPSies so darstellen kann. Nach 10 Sekunden Nachdenken war der Traum aus geträumt – geht nicht – zu wenige Server – keine Zeit usw. Doch mit den Fusion Tables kann dieser Traum wahr werden – mal sehen.
Das Problem ist zur Zeit noch der auf 250 MB limitierte Speicherplatz bei Google. Mit den zur Zeit 320.000 Strecken, also ca. 30 GB an Geo-Daten, komme ich natürlich nicht aus. Wenn jedoch Google die Technologie zum Beispiel vermietet, dann könnte ich diese Cloud auch für GPSies nutzen. Das kommt natürlich auf den Preis an. Denkbar wäre dann fast alles:
Es bleibt spannend – ich bleibe dran…
Am Freitag den 26. Februar von 15:30 bis 19:30 heissen wir Stefan Erker von www.seiltechnik-hannover.de offiziell 'Willkommen in unserem Shop'.
Ab dann betreut Stefan (aka schredder) zu den Öffnungszeiten die 'Kletterabteilung' in unserem Laden in Barsinghausen. Stefan ist selber Baumpfleger und Industriekletterer und bringt entsprechende Erfahrung mit. Neben Produkten von Petzl und Edelrid bietet Stefan fachkundige Beratung und Kletterkurse speziell für Geocacher an. Mehr zu den Kursen erfahrt Ihr auf seiner Webseite.
Wir freuen uns auf Euren Besuch!