von Olaf Pfeiffer aka TravelingViking
Hauptberuflich lese ich unter anderem auch die Elektronik und in Ausgabe 16 ging es mal wieder um GPS Chipsätze – diesmal um deren zukünftigen Verbreitung. Auf langjährige Geocacher wirken können diese Prognosen erschreckend wirken, denn bereits jetzt vollzieht sich beim Geocaching ein nicht immer gen gesehener Wandel der zum Teil damit zu tun hat, das die Einstiegshürde immer niedriger hängt.
Vor 5 und mehr Jahren benötigte man in der Regel noch ein „richtig teures GPS Gerät“ und verfuhr ein vielfaches des GPS Wertes an Benzin um an die nächsten zehn Caches zu kommen. Heute sind die Preise niedriger, man braucht nicht mehr soweit zu fahren, GPS Geräte gibt es in vielen Handys. Nach dem Bericht gibt es für das iPhone inzwischen über 6000 Applikationen die das GPS benutzen. Was machen die nur alle?
Und hier die anderen wesentlichen Zahlen aus dem Bericht: 2011 werden bereits 80% aller Smartphones ein GPS haben (2009 waren es noch 56%). Für 2014 sind die Vorhersagen das selbst 18% der Laptops/Netbooks GPS eingebaut haben werden und 42% der tragbaren Spielekonsolen – willkommen zum Donkey Kong oder Mario Caching...
Jeder hat seine eigenen Methoden mit dem Wandel fertig zu werden – einige, noch wenige, geben auf und wechseln das Hobby, andere versuchen die vielen Neueinsteiger „positiv“ zu beeinflussen und zu überreden erst mit dem Verstecken anzufangen, wenn man ein wenig ein Gespür dafür entwickelt hat, was „gut ankommt“ und einem selber auch wirklich gefällt.
Ich selbst cache immer seltener „zufällig“ (also Pocket Query dabei haben und unterwegs mal schauen wo der nächste Cache ist) sondern hauptsächlich nach Empfehlung. Deshalb sind für mich auch Events so wichtig (20% meiner „founds“ sind Events), da kann man lokale Geocacher kennen lernen und nach den Caches in der Gegend ausfragen. Bei der heutigen Cache Flut muss man einfach Filtern und persönliche Empfehlungen von Cachern von denen man weiss, das sie ähnlich „ticken“ sind dabei am hilfreichsten.
Besonders Bookmarklisten mit Empfehlungen von Geocachern die man kennen gelernt hat sind für mich eine wichtige Informationsquelle. Bereits Moun10Bike, eine bekannter Geocacher der ersten Stunde, hatte solche Listen geführt, anfangs hatte er eine für die Top 10% und die Top 5% der Caches die er gefunden hat, inzwischen ist er runter auf eine Liste und nennt sie Top 1%. Online Voting oder Bewertungsverfahren stehe ich im Gegensatz skeptisch gegenüber, die Meinung eines mir bekannten Geocachers zählt mehr als die von 20 anonymisierten...
Ich habe jedenfalls auch heute, im verflixten 7ten Jahr als Geocacher, noch viel Spaß beim Geocaching und bin überzeugt davon, auch in der Zukunft werde ich Spass am Geocaching haben – denn es gibt nach wie vor Geocacher die tolle Geocaches mit viel Liebe und Mühe anlegen und die wird es auch in Zukunft geben – ob die aufwendigen Sachen dann noch auf öffentlichen Webseiten stehen oder nur persönlich oder an Freunde weitergegeben werden, das wird sich zeigen.