Frederik Röder ist ein umweltfreundlicher Mensch. Herr Röder ist der Bürgermeister von Alling, einem 3.600-Seelen-Ort irgendwo in Bayern, im Niemannsland zwischen Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und dem Flugplatz Fürstenfeldbruck, der bislang allenfalls durch den missglückten Befreiungsversuch der Olympia-Geiseln von München im Jahr 1972 Schlagzeilen machte.
Eine Schlagzeile, wenigstens eine ganz kleine, bekam Frederik Röder am 1. April 2010 in der Lokalausgabe Fürstenfeldbruck der Süddeutschen Zeitung: „Geocacher ärgern Jäger“, stand dort. Gefolgt von der Unterzeile „Elektronische Schatzsucher verscheuchen Waldtiere“. Das gefällt dem mit 80 % der Stimmen wiedergewählten CSU-Bürgermeister, der vielleicht gerne auch mal einen Bock schießt, offenbar nicht: Waldbauern und Jäger seien verärgert über GPS-Schnitzeljagden in den Wäldern bei Holzhausen. Weil die Teilnehmer an dem neuen Suchspiel zunehmend nachtaktiv seien, würden immer wieder Tiere verscheucht oder zumindest in ihrer Nachtruhe gestört, ließ sich Röder nach der 26. Gemeinderatssitzung vom 23.03.2010 in der Zeitung zitieren.
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