Wir sagen: STOPP zu Kurzlogs!
Woher will man denn aber wissen, wie und vor allem was man schreiben soll.
Deshalb hier der Leitfaden: 10 Schritte für einen erfolgreichen Log!
1. Schritt: Auswahl des "Typ of log"
Log ist nicht gleich Log. Am bekanntesten ist wohl der "Found it"-Log. Dieser Log zeigt euch und dem Cachebesitzer an, dass der Cache von euch erfolgreich gefunden wurde. Für euch bedeutet dies, dass ihr einen weiteren Statistik-Punkt bekommt. Die Menge der Statistikpunkte gibt euch Aufschlussdarüber, wie viele Caches ihr gefunden habt.
Nicht immer ist die Cache-Suche aber auch erfolgreich! Hier sollte man sich nicht zu schade sein und einen "Didn't find it"-Log schreiben. Diese werden oft auch als DNF-Logs (Did Not Find) bezeichnet. Der Owner wird damit in Kenntnis gesetzt, dass ihr bei seinem Cache nicht fündig geworden seid. Sollten mehrere DNF's nacheinander bei einem Cache geloggt werden, dann kann es sein, dass der Cache verschwunden ist, oder sehr gut versteckt ist.
Der "Write note"-Log dient zum schnellen Schreiben von Nachrichten/Notizen zum Cache, unabhängig davon, ob man am Cache suchen war, bzw. ihn gefunden hat oder nicht. Viele Cacher nutzten aber auch die "Write note"-Logs, um dem Cache-Owner einen DNF mitzuteilen. Davon rate ich aber ab, da eine Note schnell übersehen werden kann, bzw. als unwichtig abgespempelt nur schnell überlesen wird.
"Needs Archived"-Logs sind eher selten. Wer ein "Needs Archived", früher auch SBA (Should Be Archived) loggt, der schlägt vor, den Cache zu deaktivieren und zu archivieren, weil er nicht den Guidelines von Groundspeak entspricht. Dafür kann der einzelne Cacher verschiedene Gründe haben. Vielleicht liegt der Cache in gefährlichem Gebiet, ist politisch oder gesellschaftlich nicht korrekt oder auch seit Monaten verschwunden.
Welche Konsequenzen hat solch ein Log? Der Cache um den es sich handelt wird erst einmal über kurz oder lang von einem Reviewer disabled/deaktiviert. Cache-Besitzer, Reviewer und gegebenenfalls SBA-Logger klären nun gemeinsam, ob der Cache wieder aktiviert wird oder ob er wirklich nicht den Guidelines von Groundspeak entspricht und archiviert werden muss.
Meine Empfehlung: Ich würde nie einfach so einen SBA loggen, immer erst mit vorheriger Absprache mit dem Owner. Manchmal lassen sich kleine Probleme auch einfacher klären.
Zum Schluss fehlt nun noch der "Needs Maintenance"-Log. Mit diesem Log weist man den Cache-Owner darauf hin, dass sein Cache eine Wartung benötigt. Vielleicht weil die Dose kaputt ist, oder eine Station bei einem Multi verschwunden oder defekt ist.
Hat der Owner den Cache gewartet, kann er einen "Owners Maintenance" loggen, der allen Cacher im Listing zeigt, dass alles am Cache wieder in Ordnung ist.
Auch sollte man auf das Datum achten, vor allem wenn zwischen Zeitpunkt des Fundes und Zeitpunkt des Loggens im Internet Tage oder sogar Wochen liegen. Wer aber versucht immer zeitnah zu loggen, der sollte keine Probleme bekommen, da die Datumsanzeige immer aktuell ist. ACHTUNG: Die Datumsanzeige wird automatisch aktualisiert, aber nicht pünktlich um 0 Uhr, sondern ein paar Stunden verzögert.
2. Schritt: Obligatorisches zum Log
Viele Cacher nummerieren ihr Logs und damit auch ihre Caches durch. So könnte ein Log zu meinem 100. Cache wie folgt beginnen: "#100" oder "Nr. 100", .... Vor allem lassen sich so später die Caches noch einmal gut sortieren, durchgucken und nachvollziehen.
Besonders empfiehlt es sich im Log zu erwähnen, zu welcher Uhrzeit man den Cache gefunden hat. Zum einen wird der Log für den Owner greifbarer und man kann bei Problemen auch genau sehen, in welcher Reihenfolge die Cacher vor Ort waren, ohne das Logbuch zu kontrollieren.
Ein Beispiel: Vormittags war ein Cacher bei Cache XY und hat einen DNF geloggt. Nachmittags war ein zweiter Cacher vor Ort und hat den Cache XY gefunden. Also ist der Cache noch da, der erste Cacher hatte bloß nicht gut genug gesucht.
Ohne die Zeitangabe wüsste der Owner des Caches anhand der Logs nicht, ob der Cache noch da ist, oder ob er im Laufe des Tages verschwunden ist.
Ein weiterer Vorteil vom Notieren der Zeiten zeigt sich bei längeren Touren. Man kann dann an den Logs toll nachvollziehen, wie lange es von Cache zu Cache gedauert hat, bzw. ob die ein oder andere Suche schleppender verlief.
3. Schritt: Brainstorming! Wer, Wie, Wo, Was und Warum?
Hier geht es ans Eingemachte. Oft dauert die Suche nicht lange, aber der Cache hat euch fasziniert? Dann schreibt das auch. Es empfiehlt sich alles das zu schreiben, was vor, während und nach dem Suchen passiert ist.
Hat sich einer die Hose zerrissen? Hatte jemand die falschen Koordinaten in sein GPS eingegeben oder seine Taschenlampe vergessen? Musstet ihr wegen Muggels mit dem Suchen warten? Habt ihr euch auf dem Rückweg verlaufen oder ist euer Auto nicht mehr angesprungen? Solche Sachen machen euren Log zu einer persönlichen Geschichte, zu einem Erlebnisbericht den man später einmal selber wieder gespannt liest. Besonders aber der Owner freut sich über kleine Storys rund um seinen Cache.
Zum Suchvorgang selber lässt sich oft wenig sagen. Aber die gewonnenen Eindrücke, welche ihr sammeln konntet, interessieren auch die Cacher, die nach euch dort suchen wollen. Diese lesen natürlich eure Logs, um sich ein Bild zu verschaffen und auch um deren Erfahrungen mit euren zu vergleichen.
Was erfahren sie, wenn sie lesen: "Schnell gefunden ... TFTC"?
4. Schritt: Das Schreiben des Logs
Nachdem ihr wisst, was ihr schreiben wollt, geht es nun daran, dies im Log auch zu vermerken. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob die Arbeit mit Smileys oder Farben, hier kann sich jeder austoben.
Smileys können eingefügt werden, in dem man oben links im Log-Fenster auf das Smiley klickt. Dann öffnet ein separates Fenster, in dem ihr die Smiley's findet. Die entsprechende Zeichenkette generiert euch dann im Listing das gewünscht Smiley.
Zum Anpassen der Schrift müssen ähnlich wie der HTML-Programmierung Befehle angegeben werden, die dann im Log umgesetzt werden.
Schriftformatierung:
Fett: [b] Text [/b] ... im Log: Text
Kursiv: [i] Text [/i] ... im Log: Text
Schriftfarbe:
[blue] Text [/blue] ... im Log: Text
[red] Text [/red] ... im Log: Text
[purple] Text [/purple] ... im Log: Text
[orange] Text [/orange] ... im Log: Text
[yellow] Text [/yellow] ... im Log: Text
usw.
Schriftart:
[font=Arial] Text ... im Log: Text
[font=Impact] Text ... im Log: Text
usw.
Links:[url=http://team-jerichow.de] Unser Geocaching-Blog [/url]
... im Log: Unser Geocaching-Blog
Wer über die Formatierungsmöglichkeiten noch mehr erfahren möchte, der guckt HIER. Man sollte dennoch drauf achten, dass der Log nicht zu bunt, zu überladen wirkt. Dann kann es nämlich passieren, dass der Inhalt der Nachricht schnell in den Hintergrund rückt!
5. Schritt: Abschnitte von Logs verschlüsseln
Oft möchte man Sachen in einen Log schreiben, die dann aber nachfolgenden Cachern zusätzliche Informationen geben würden. Dann wäre für diese Cacher die Freude am Suchen aber nicht mehr gegeben.
Trotzdem kann man diese heiklen Sachen schreiben und lässt sie encrypten (kodieren). Dabei wird der zu verschlüsselnde Teil mit einer sogenannten ROT13-Verschlüsslung kodiert, d.h. alle Buchstaben werden im Alphabet um 13 Stellen verschoben. So wird aus A (1. Buchstabe) ein N (14. Buchstabe). Ä, Ö, Ü uns ß können leider nicht kodiert werden.
Der zu verschlüsselnde Teil wird im Log einfach ganz normal geschrieben. Alles, was aber nicht verschlüsselt werden soll, kommt in eckige Klammern [ ].
Wichtig ist nun, unter dem Log-Feld das Häkchen bei zu Encrypt this log entry machen. Ohne dieses Häkchen wird nichts kodiert.
Ein Beispiel:
[Alle Stationen des Multis haben uns sehr gut gefallen.] Besonders an der Station unter der Fußgängerbrücke hatten wir große Freude.
Daraus wird dann im fertigen Log im Listing des Caches:
[Alle Stationen des Multis haben uns
sehr gut gefallen.] Orfbaqref na qre Fgngvba hagre qre Shßtäatreoeüpxr
unggra jve tebßr Serhqr.
Wer dennoch solche Logs gerne lesen will, der muss die Kodierung nicht mühsam von Hand rückgängig machen. Dazu findet sich dann der Link (decrypt) im Log, der den verschlüsselten Text wieder lesbar macht.
6. Schritt: Was habe ich getradet?
Viele Caches beinhalten kleine Tauschgegenstände (sogenannte Trade-items), sowie Coins und Travel Bugs. Damit die Cacher, die nach euch kommen wissen, was noch im Cache liegt, bzw. was ihr getauscht oder neu reingelegt habt, empfiehlt es sich, dies im Log mit zu erwähnen.
Kurz und knapp kann das wie im folgenden Beispiel aussehen:
Trade:
Reingelegt: Schlumpf; Mr. Pete-Coin
Rausgenommen: TB "Jerichower Spickzettel"
Falls man nichts getradet, also eingelegt oder rausgenommen hat, kann dies auch kurz im Log erwähnt werden. Ein einfaches "No trade" im Log reicht da meist aus. Auf jeden Fall bekommt der Owner eines Caches so Überblick über den Inhalt seines Caches und weiß, wer was mitgenommen hat.
7. Schritt: Der Schluss
Hat euch der Cache gefallen? Was würdet ihr anders oder besser machen? Genau diese Sachen könnt ihr hier loswerden. Auch ein persönlicher Dank beim Owner, vor allem beim Caches die euch gefallen haben, zeigt dem Owner, dass er sein Werk, das Legen des Caches wohl richtig gemacht hat.
8. Schritt: Coins und Travel Bugs nicht vergessen!
Bevor ihr den Log abschickt, denkt dran, Coins und Travelbugs, die ihr in den Cache gelegt habt zu markieren. So macht ihr der Geocaching-Seite klar, wo sich die Coins und TB's gerade befinden. Solltet ihr mehrere Coins oder TB's in den Cache gepackt haben, dann könnt ihr diese markieren, in dem ihr beim Klicken mit der Maus die Strg-Taste drückt.
9. Schritt Bilder machen jeden Log außergewöhnlich
Logs mit Bildern sind immer etwas Besonderes. Sie vermitteln der Außenwelt einen Eindruck davon, in welcher Umgebung der Cache liegt. Oft werden Besonderheiten in der Nähe des Caches hochgeladen oder Beweisfotos à la: "Ja, auch ich war oben!"
Wie lade ich nun Bilder zu meinem Log hoch. Den Log könnt ihr fertig schreiben und "submitten". Danach findet ihr auf der Seite, auf der ihr landet oben rechts den Link [upload image]. Diesem folgt ihr. Dort angekommen, ladet ihr das Bild hoch. Wenn dies alles beendet ist, dann findet ihr das Bild direkt unter eurem Log auf der Seite des Caches, für den der Log war.
10. Schritt: Was sollte NICHT in einem Log stehen
Groundspeak bietet mit der Seite geocaching.com eine Plattform für alle Geocacher. Somit haben z.B. politische, religiöse oder vor allem auch jugendgefährdende Inhalte nichts in den Logs zu Caches verloren.
Logischerweise haben auch explizite Hinweise zum Versteck des Caches nichts in den Logs zu suchen.
Auch sollte man in den Logs davon Abstand nehmen, Geocacher persönlich anzugreifen. Kritik an Caches ist in Ordnung und auch gewollt, aber der einzelne Cacher, bzw. Cache-Owner sollte nicht angeggriffen oder diffamiert werden.
Sollte einem Owner ein Log-Eintrag nicht gefallen, so hat er jeder Zeit die Möglichkeit, eigenmächtig den Log zu löschen. Dies sollte aber nur im Notfall passieren.
Bei unausweichlichen Problemen mit einem Geocache, einem anderen Cacher oder einem Log sollte man sich an die Reviewer wenden oder eines der unzähligen Geocaching-Foren, wie z.B. Geoclub aufsuchen und dort nach Rat, Hilfe und Beistand fragen.
Ist es denn überhaupt wichtig oder notwendig ausführlicher zu Loggen?
Nein ... natürlich nicht. Jeder hat die freie Wahl zu schreiben, was er will und wie er will.
Doch geben sich viele Geocacher beim Verstecken der Caches sehr viel Mühe. Wenn dann nur ein kurzes "TFTC" als Log kommt, bleiben neben Resonanz zum Cache auch positives bzw. negatives Feedback für den Cache-Leger aus.
Auch wenn man mal alte Logs Revue passieren lässt, dann kann man sich noch einmal ein Bild von den gefundenen Caches machen. Aber ein Log wie "Schnell gefunden" oder "Ohne Probleme gesucht, gefunden und geloggt" verrät Euch nicht mehr viel über den Cache.
TFTR(eading) sagt Geo-meter