Dieses Mal hatte es nicht mich erwischt, sondern das Cacher-Team team-neiserb aus Rathenow, die einen meiner Caches suchen wollten. Aus Erzählungen von anderen Rathenower Cachern, die ich beim suchen an der Kirche in Wust "erwischt" habe, erfuhr ich, dass es vor kurzem zu Kontakt mit der Polizei am Cache "Rathenaus Genthin" (GC1MQJZ) kam.
Prompt schrieb ich team-neiserb an und fragte, ob sie mir nicht ein wenig dazu erzählen können.
Was war passiert? Hier der Bericht vom team-neiserb:![]()
Vorige Woche, es war grade Markttag und wir suchten mal wieder während unserer Mittagspause unauffällig die Rathauskante ab. [...] Der Pförtner oder Portier oder wie immer der sich nennt, beäugte uns schon tagelang misstrauisch während unserer kurzen mittäglichen Sucheinsätze. Er kam sogar öfter aus seiner Buchte um uns um die Ecke herum zu beobachten. Wir vermuten mal, er steckt hinter dieser Geschichte und hat gewiss den Polizisten auf uns angesetzt. Ich war grade dabei zum X-ten Male unauffällig die Fallrohre zu untersuchen und mein Muggel-Kollege tat selbiges mit den Kellerfenstergittern. Dann sah ich schon den Polizisten wie er langsam und mit anscheinend unbeteiligter Miene auf uns zusteuerte. Er sprach mich an und warf uns unumwunden vor: „Na, Ihr wollt doch sicherlich bald hier einsteigen. Ich beobachte nämlich schon eine Weile wie Ihr Euch die Fenstergitter und die Fallrohre anseht. Ihr wart doch schon öfter hier!“ (Das wusste er sicherlich vom Pförtner) Erst mal hatte ich echt Schwierigkeiten mir das Lachen zu verkneifen. Es blieb bloß bei einem breiten Grinsen meinerseits. Da hatte der Polizist sicher nicht mit gerechnet, wie aus seinem Gesicht ersichtlich war. Ich sagte dann zu ihm: „Denken Sie wirklich, dass es so blöde Einbrecher gibt, die sich tagelang, tagsüber die selbe Stelle ansehen? Sehen wir echt wie Einbrecher aus?“ Beides hat er verneint, wollte aber verständlicher Weise wissen was wir dort treiben und er müsse der Sache eben nachgehen. Wir erzählten ihm so gut es ging, dass es sich um eine Art „Schnitzeljagd“ für Erwachsene handelt. Jemand versteckt was Kleines und Andere müssen es halt suchen, dass es ganz ungefährlich ist und die öffentliche Ordnung nicht gefährdet. Er meinte, davon habe er erst vor ganz kurzem was im Fernsehen gesehen und staunte sehr, dass es sowas auch vor seiner Haustür gibt. Er war sichtlich beruhigt. Wir baten ihn noch, dass er dem neugierigen Pförtner davon nichts erzählt. Das sicherte er uns zwar zu, verschwand dann aber schnurstracks im Rathaus. Wir vermuten, dass der Pförtner ihn angesetzt hat und nun auch weiß was der Polizist weiß. Wir sind froh, dass wir ohne Scherereien und ohne Feststellung der Personalien da rausgekommen sind. |
Nun ja ... es kann jeden irgendwann einmal treffen. Dies liegt daran, dass man beim Versuch unauffällig zu wirken, meist die Aufmerksamkeit erst auf sich zieht. Wildes durch die Gegend gucken oder schlagartiges Stoppen von Aktionen sind oft sichere Anzeichen dafür, dass irgendetwas Geheimes verborgen bleiben soll. Hier ist es das Hobby Geocaching oder der Cache.
Mit ein bisschen Glück kenne ich den Pförtner und den Polizisten sogar (wir leben nun mal nur in einem größeren Dorf) und kann diese auch zu Begebenheit befragen!
TFTR(eading) sagt Geo-meter