Das Schietwetter der letzten Tage und Wochen sorgte für allerhand Trubel an der Nordseeküste. Bei Windstärke 12 war es schwierig, auf dem Deich wandern zu gehen. Einheimische reden zwar nur von "bewegter Luft", aber dieser Wind, kombiniert mit starkem Regen treibt alle Menschen in die gemütlichen eigenen vier Wände. Ans Dosensuchen war auch nicht zu denken.
Da heute das Wetter ein bisschen offener war, machten wir die nachmittägliche Gassirunde zum Anlass, mal wieder an die Nordsee zu gehen. Hier waren wir aber allein ... kein Mensch war zu sehen. Was mich besonders beeindruckte, war das ganze Treibgut auf und am Deich, welches in den letzten Tagen an Land geschwämmt wurde. Meine Neugier war geweckt!
Zwischen dem vielen Holz und dem Wohlstandsmüll konnte ich meinen geocaching-geschulten Augen nicht trauen. Eine Flasche, in der ein zusammengerolltes Stück Papier lag, klemmte zwischen den Steinen am Fuße des Deiches. Der Deckel war gut und wasserdicht verklebt und die Nachricht im Inneren schien trocken noch zu sein.
Zuhause öffneten wir dann die Flaschenpost und hofften, dass die Nachricht in einer Sprache geschrieben ist, die wir verstehen. So war es dann auch. Die Flaschenpost wurde vor 9 Tagen von der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum abgeschickt und landete heute bei uns. Zwischen Büsum und Stinteck fanden wir dann die Flasche. Bei stürmischem Wetter ist die Flaschenpost gut 150 Kilometer über die offene Nordsee gereist und ist uns schließlich in die Hände gefallen.
Die liebevoll gestaltete Nachricht gefiel uns sehr. Auch hat der Absender der Flasche seine Postadresse mit in die Nachricht geschrieben, sodass wir ihm auch ein paar nette Worte zur Flaschenpost schreiben können!
Das ist ja mal was gewesen. Zwar haben wir keinen Geocache gesucht, aber gefunden haben wir dafür ein tolles kleines Abendteuer.